Marcel Siegenthaler, Geschäftsführer des “Adagio Club Berlin” im Interview – Wünsche für die Zukunft, internationale Erfahrungen, neue Ideen wie “Ladyslike” und Leistungen seines Teams.

Im Interview mit den Concierges: Marcel Siegenthaler, Geschäftsführer des grössten Berliner Clubs “Adagio” - Er fördert und fordert die Leistungen seines Teams, bringt internationale Erfahrungen (Brasilien, Mexiko, Schweiz) – Ideen wie “Ladyslike” formen den neuen Livestyle und seine Wünsche für die Zukunft sind seine Herausforderungen.

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Interview Marcel Siegenthaler ADAGIO Geschäftsführer

Hallo Marcel Siegenthaler, du bist seit 2010 Geschäftsführer im Adagio Club Berlin. Was waren deine Beweggründe diese wundervolle neue Aufgabe in dem traditionsreichen Club am Potsdamer Platz zu übernehmen?

Marcel Siegenthaler: Da ich nach 7 Jahren Lateinamerika wieder zurück nach Europa wollte, war das ADAGIO als neue berufliche Herausforderung naheliegend. Auch da ich die Besitzer schon aus meiner Zeit in der Schweiz gut kannte.

Barock Dance Floor Blick Saal Interview Marcel Siegenthaler

Wie lange bist du schon in der Club/Gastronomie tätig und in welchem Club begann deine Karriere?

Marcel Siegenthaler: Meine Erfahrung reicht über zwanzig Jahre zurück. Ich begann meine beruflichen Erfolge im Savage Club, Restaurant Che und Evita Bar in der Schweiz. Die spannendsten waren wohl Tropicana Beach Club Brasilien sowie das El Divino in Mexiko. Aber jeder Club ist anders und bietet andere Herausforderungen. Deswegen ist jeder neue Club auch immer ein Neustart für mich.

Es gibt Trends in deiner Branche und bei welchen Angeboten/Produkten von denen man heute spricht warst du maßgeblich bei der Entwicklung beteiligt?

Marcel Siegenthaler: Da ich aus der Werbung komme fallen mir eher Werbe-Konzepte ein: Wie die Coca Cola Weihnachtstruck´s die man auch in Berlin kennt. Im Bereich Club sind es natürlich viele Events, die größten waren zB der Einstieg von Jaguar in die Formel 1. Ich durfte im ersten Jahre die Partys mitgestalten und massgeblich leiten. Auch war ich vom ersten Tag mit dabei als die Einführung von Red Bull in der Schweiz stattfand.

Hier in Berlin ist für mich jedes Jahr im Februar die “Brasilianische Carnavals Party” ein besonderes Highlight.

Das gute an Tourismus- und Club-Trends, man kann auf den von euch veranstalteten Themen-Partys/Labels darüber sprechen, welche werden in naher Zukunft folgen?

Marcel Siegenthaler: Das Adagio steht für Erlebnis pur. Als der größte Club des Berliner Nachtlebens, verfügen wir natürlich über einzigartige Möglichkeiten. In näherer Zukunft nutzen wir unseren großen Saal für diverse Konzerte und “LIVE-Auftritte” aus aller Welt von Amerika über Russland und Asien und natürlich aus ganz Europa. Durch unser neues wandelbares LED-Design, können wir je nach Motto dem Club eine ganz individuelle Stimmung verleihen. Zu unserer neuen Partyreihe „Ladylike“ wird das Innere sich stark von anderen Mottos, wie z.B. Champions League, Sommer auf Mallorca, Red Bull oder auch Halloween unterscheiden. Das schafft natürlich für den Gast immer wieder ein neues Erlebnis.

DJ Nicolai Kubera Stars Music Interview Marcel Siegenthaler

DJ Nicolai Kubera – Ladys Night – Beat für die Damen – Die ganze Nacht lang.

Wann wurde das Adagio in Berlin eröffnet und welche Clubs gehören noch international dazu? Welche Stars haben euch besucht?

Marcel Siegenthaler: Das Adagio Berlin öffnete erstmals 2001 seine Tore. Mit seiner Lage am Potsdamer Platz, dem barockem Design, welches einmalig für einen Nachtclub war, und der schieren Größe schaffte es das Adagio in kürzester Zeit einer der angesagtesten Clubs der Stadt zu werden.

Mit unserer Lage direkt neben dem Sony Center, in dem viele Filmpremieren stattfinden, und dem stilvollen Ambiente des Clubs, sind wir natürlich prädestiniert und geschätzt von Stars aus aller Welt, die nach einer Premiere oder bei einer Stippvisite in Berlin einen lockeren Abend im gehobener Atmosphäre genießen möchten. Sei es George Cloony, Michael Jackson, Udo Jürgens, Rihanna, Pink oder der ehemalige regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, um nur ein paar Namen zu nennen. Wer alle Stars sehen möchte, kann dies gern an unserer Wall of Fame auf der Internetseite oder im Club.

 

Schon ein paar Jahre zuvor eröffnete das Adagio Zürich. Hier handelt es sich um einen etwas kleineren Club der sich ebenfalls im Herzen der Stadt befindet und ein genauso stilvolles Ambiente bietet. Hinter beiden steht das große Schweizer Eventmanagement-Unternehmen „Freddy Burger“.

Das Adagio wurde 2014 geschlossen und umgebaut. Bitte erläutere uns welche neuen Techniken wurden eingebaut. Die LED Wand hinter dem DJ-Pult ist beeindruckend – von wem wird diese gesteuert/dirigiert?

ADAGIO Bühne LED Wand DJ Pult Interview Marcel Siegenthaler

Nach nunmehr 13 Jahren wurde es Zeit das ADAGIO in eine neue Epoche zu führen. Durch ein komplett neues Konzept ist der Club an das nächste Jahrhundert angepasst worden. Ein cleanes, zeitgemäßes Design mit weißen Bars und Lounges, einem luxuriösen V.I.P.-Bereich und spektakulärem LED- und Neonlicht.

VIP Bereich Aussicht Saal Dance Floor Interview Marcel Siegenthaler

Séparée Privat Lounge ADAGIO Interview Marcel Siegenthaler

Insgesamt wurden 2 Tonnen hochwertigstes Corian, 6 Tonnen Holz, 200 Designerleuchten, 400 Meter LED-Bänder und 1.250 Liter Farbe verarbeitet. Das Highlight unsere 30qm große full HD LED Wand ermöglicht erstmals LIVE Videomixing in höchster Qualität. Speziell hierfür geschulte und neue Mitarbeiter verarbeiten während der laufenden Veranstaltung Fotos, Videos und Grafiken zu einer Show, die ihres gleichen sucht.

So, wie unser Club jetzt aussieht, könnte er auch in Las Vegas, Miami oder Dubai stehen.

Wer ist eure Zielgruppe? In welchen Städten? Habt ihr Partner-Clubs?

Zur Hälfte Berliner, zur anderen Hälfte Touristen. Die meisten Gäste sind ab 25 Jahre aufwärts. Viele von ihnen wollen nicht ständig feiern, dafür aber exklusiv. Außerdem haben wir 50 bis 100 Privat- und Firmen-Events im Jahr, etwa von der Deutschen Bank oder der Allianz.

ADAGIO Reopening Berlin Potsdamer Platz Interview Marcel Siegenthaler

Welche Firmenveranstaltungen, Road-Shows, Produktpräsentationen werden von euch mit gestaltet und finden in eurem Haus statt?

Die Palette der Buisnessveranstaltungen ist lang und farbenfroh. Wir freuen uns, dass viele Firmen unseren Club für Firmenfeiern, Präsentationen und sogar Tagungen nutzen. Durch die Möglichkeit in den verschiedenen Bereichen die Bestuhlung oder das Design des Clubs deutlich zu ändern, fühlen sich bei uns kleinere Firmen, wie auch große Produktpräsentationen mit einer Gästeliste von 1.000 Personen wohl und buchen auch in regelmäßigen Abständen immer wieder.

Raucherlounge – In Berlin ein wichtiges Thema geworden, Gäste entscheiden direkt nach Raucher oder Nichtraucher. Wie löst ihr charmant diese “Gruppenteilung”?

Im Rahmen der Umbauarbeiten, haben wir auch unsere Smokers Lounge erneuert. Hier wurde mit edelsten Materialien eine warme Atmosphäre geschaffen, in der man sich zu ruhiger Musik eine Top Zigarre oder auch ein Glas erlesenen Whiskeys oder Rums schmecken lassen kann. Durch das ausgeklügelte Belüftungssystem, ist selbst bei voll besetzter Lounge beste Luftqualität, so dass sich auch Nichtraucher wohlfühlen. Außerdem hat man durch die Fenster einen tollen Blick auf die Tanzfläche.

Smokers Lounge Interview Marcel Siegenthaler

Das Adagio hat einen exzellenten Standort – Das ist für Berliner und ihre Gäste sehr interessant und was sind eure Party-Pläne/Ziele? Mittelfristig und langfristig?

Ziel ist es ganz klar, weiterhin eine der Top Locations in Berlin, Deutschland und ganz Europa zu bleiben. Das Adagio wird sich auch noch weiter verändern. Wir werden noch mehr neue Shows und Acts in das Programm aufnehmen. Es erwarten unsere Gäste tolle Mottoideen, von denen manche jetzt schon ihres gleichen suchen. Und auch das Interieur wird im ständigen Wandel sein. Wir waren, sind und werden auch weiterhin nicht grundlos ein World Finest Club sein.

Das Adagio ist seit Jahren in der Presse. Zuletzt nach dem umfangreichen Umbau. Bitte gib uns ein paar Meinungen eurer Partner/Gäste zum “neuen” Club-Design und Konzept.

Viele unserer Gäste sind von unserem neuen Design beeindruckt und finden es sehr schön, dass wir den Club mit der neuen Optik ins 21. Jahrhundert geholt haben. Das weiße Design und die moderne Technik kommen natürlich bei den jüngeren sehr gut an, während die Stammgäste und Leute, die schon länger nicht mehr bei uns waren einen Anreiz sehen, wieder bei uns zu feiern und durch das wechselnde Programm auch immer wieder gern kommen.

Lounges Blick Club Interview Marcel Siegenthaler

Lieber Marcel, ich bedanke mich für das inhaltvolle Interview und wir wissen nun mehr über den Manager das ADAGIO Club Berlin.

 

e-concierge Einladung ins FELIX ClubRestaurant am 2. Mai 2015

Mai
2
23:00

Einladung ins FELIX ClubRestaurant 2. Mai 2015 ab 23 Uhr 
Am Samstag 2. Mai 2015 laden wir Sie wie jeden 1. Samstag im Monat ins FELIX ClubRestaurant ein.

Einladung ins FELIX ClubRestaurant 2. Mai 2015 ab 23 Uhr  Am Samstag 2. Mai 2015 laden wir Sie wie jeden 1. Samstag im Monat ins FELIX ClubRestaurant ein.
FELIX ClubRestaurant
Behrenstraße 72 | 10117 Berlin 

Einladung ins FELIX ClubRestaurant 2. Mai 2015 ab 23 Uhr  Am Samstag 2. Mai 2015 laden wir Sie wie jeden 1. Samstag im Monat ins FELIX ClubRestaurant ein.

Erleben Sie eine tolle Partynacht in einem der angesagtesten Clubs Berlin. Als Gast von e-concierge genießen Sie kostenlosen Eintritt von 23:00 bis 0:30 Uhr (anstatt 12 Euro), exklusiven und bevorzugten Zugang in das FELIX ClubRestaurant über den VIP Eingang, 2x Felix Friendschips (Preisnachlass auf ein Einzelgetränk) und Ladies erhalten zusätzlich einen Prosecco Voucher geschenkt.

Das e-concierge Team & FELIX ClubRestaurant Team freuen sich Sie persönlich begrüßen zu dürfen…

Ihre Anmeldung erfolgt bitte per eTicket (ersetzt die klassische Gästeliste) unter Nennung von Vor- und Nachnamen für jeden Gast. Bitte das ausgedruckte eTicket mitbringen und vorlegen am Empfangscounter.

In den Anfangsstunden ist ausreichend Gelegenheit mit den Anwesenden Gästen ins Gespräch zu kommen.

Dresscode: Bitte keine Turnschuhe oder sportliche Kleidung. Gern gesehen Business meets Casual wear, sowie Elegant
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Matthias Maus “MBrilliant” gibt anlässlich seiner neuen Fashion Show ein Interview zum Thema “Club Wear” “Lustobjekt Mann” “Hauptrolle GZSZ”

Nadine Trompka im Interview zum Thema “Club Wear” “Lustobjekt Mann” “Hauptrolle GZSZ” - Matthias Maus gibt anlässlich seiner neuen Fashion Show sein Statement zu extravaganten Themen. PhotoConcierge Daniel Gossrau begleitete Nadine.

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Ich war zusammen mit dem talentierten Fotografen Daniel Gossrau zu Besuch bei dem Designer Matthias Maus. Matthias stand mir für ein Interview zur Verfügung und lies exklusive Blicke in sein Atelier zu.

Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka Designer

Schon zwei Mal war ich zur Fashion Show von MBrilliant geladen und jedes Mal begeistert. Nicht nur von der Mode, die Matthias kreiert und die an Außergewöhnlichkeit nicht zu übertreffen ist, sondern auch von den jedes Mal neu erfundenen und aufregenden Shows, die er seiner Kollektion anpasst und die jedes Mal unter dem Stern von einem besonderen Motto stehen. So war seine letzte Fashion Show zur Berlin Fashion Week 2015 den männlichen Ehrenmorden gedacht – ein Thema, dass selbst in Deutschland noch immer ein Tabuthema ist, obwohl bereits 30% aller Ehrenmorde an Männern verübt werden.

Wer die Mode von Matthias kennt, der weiß, dass man in dieser Mode garantiert auffällt, denn jedes Stück ist ein Unikat in seiner Brillianz. Matthias entwirft extravagante Club Wear für den Mann und die Frau. Bei jeder seiner Entwürfe steht der künstlerische Aspekt im Fordergrund. Der Mann soll dabei als Lustobjekt für beide Geschlechter dargestellt werden. Wie ich finde, ein guter Ansatzpunkt in einer Welt, die zwar von Emanzipation spricht, aber in der noch immer die Frau oft als Lustobjekt degradiert wird.

Portrait Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau   Design Spiegel Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau


Ich: “Woher kommst du ursprünglich?”

Matthias: “Ursprünglich komme ich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aus dem Großraum Frankfurt und bin in Darmstadt geboren. Eigentlich habe ich immer in der Frankfurter Umgebung gelebt und gearbeitet. Das ist immer gut, wenn man viel in der Welt unterwegs ist, da der Flughafen einen schnell überall hinbringt. Das ist der größte Vorteil in dem Gebiet, da ich auch viel in Indien war. Ich habe insgesamt über 15 Jahre verteilt zwei Jahre in Indien gelebt und habe dort für die Firma Ella Singh die Kollektionsentwicklung und Schnitttechnik mit aufgebaut.”

Ich: “Wie kamst du zur Mode und wann hast du damit angefangen?”

Matthias: “Ich habe früh damit angefangen, nämlich mit acht Jahren mit meiner Oma zusammen. Meine Oma hat mir gezeigt, wie man Stofftiere bekleidet, also wie man Kleidung für Stofftiere und auch Barbies näht. Das hat sie mir mit Handstichen gezeigt und das hat mich fasziniert. Habe dann auch in dem Alter angefangen meine Stofftiere alleine zu bekleiden und mich dann eben auch. Mit 16 habe ich dann eine Entscheidung getroffen.

Da ich damals in der Schülertheater AG war, hieß es für mich: Entweder bekomme ich die Hauptrolle und werde Schauspieler oder ich bekomme sie nicht und dann mache ich die Kostüme und werde Designer. Mein Konkurrent und Freund Clemens Löhr (bekannt aus diversen Soaps) hat dann die Hauptrolle bekommen und wurde Schauspieler und ich eben Designer.”

Ich: “Das ist ja auch interessant, dass ihr Beide dann wirklich Karriere in den Bereichen gemacht habt. D.h. theoretisch hätten wir dich dann auch bei GZSZ sehen können, wenn es anders gekommen wäre und du den anderen Weg eingeschlagen hättest?”

Matthias: “Theoretisch ja, aber so weit will ich mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen, aber es war schon ein Thema, da ich im Vorjahr die Hauptrolle hatte und dies auch sehr erfolgreich. Zudem habe ich auch immer gerne gesungen und getanzt und das war immer die zweite Option. Aber ich habe mich dann für das Handwerk und vielleicht auch damit für das Bodenständigere entschieden. Obwohl der Markt in diesem Bereich ebenfalls sehr übersättigt ist.”

Kleid Design Ball Hochzeit Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Ich: “Woher nimmst du die Inspiration für deine auffälligen Stücke?”

Matthias: “Seitdem ich mein Label habe, bin ich überhaupt erst so auffällig, weil ich mir überlegt habe, dass ich etwas machen möchte, was es so noch nicht gibt, sonst brauch ich es nicht machen. Ich komme ja aus dem Abend- und Eventbereich, also bei mir hat es schon immer geglitzert und Silhouetten haben mich schon immer fasziniert. Zudem wollte ich von keinem abhängig sein und immer allen zeigen können wie es geht. Nicht, dass mir jemand mal sagt, dass das oder jenes nicht geht, denn dann konnte ich immer sagen “Doch und zwar so.”, weil ich es selbst wusste und vermitteln konnte.

Dazu gehört auch die Fotografie. Ich habe z.B. unsere Vogue-Anzeigen damals druckfertig für Ella Singh gemacht. Und als ich mein Label dann hatte, habe ich mit gedacht, Glitzer, Stickereien, Aufwand, das ist das was ich kenne, was mir liegt, aber ich möchte es auf ein Feld projizieren, wo es noch nicht so gängig ist. Ich habe mir gedacht, dass Männer auch Lustobjekte sein können und glitzern sollen. Ich möchte eine stylische Partycrowd, die Lady Gaga Fans, auch bedienen.

Und ich habe es auch noch nicht erlebt, dass jemand Männer so explizit als Lustobjekte darstellt und fand es für mich ganz passend. Zudem habe ich auch einen emanzipatorischen Ansatz. Was Dita von Teese bei den Damen geschafft hat, wollte ich bei den Herren schaffen. Daher habe ich erst mal die primären Geschlechtsmerkmale verglitzert.”

Ich: “Bist du schon einmal auf Widerstand gestoßen, obwohl alles was du machst ja einen hohen künstlerischen Wert besitzt?”

Matthias: “Leider unterscheidet da keiner. Die Mühe macht sich keiner. Das sieht man am besten in den sozialen Netzwerken wie Facebook. Das ist dann gleich gegen die Richtlinien, wenn ich ein Bild hochlade und wird gemeldet und gelöscht oder sogar mein Profil gemeldet. Da wird einfach nicht reflektiert. Der experimentelle Zeitgeist der 90er Jahre ist heute einfach nicht mehr so da, da es einfach soviel Freiheit gibt, dass man sich eher nach Sicherheit sehnt und konservativer wird und damit aber auch das Schubladendenken angeregt wird. Aber das ist nicht mein Ding. Deswegen habe ich auch das Problem, dass ich dann weniger Veröffentlichungen und einen kleineren Markt habe. Das ist der Preis. Ein anderer Punkt sind die Sponsoren. Ich stoße oft auf offene Ohren, aber wenn es darum geht ein Konzept einzureichen und Sponsoren zu finden und ich erkläre warum ich das alles mache, dann heißt es oft, dass es sich hierbei um eine Schwulenveranstaltung handelt und das Unternehmen dies nicht fördern kann. Ich habe oft gehört “Zu schwul – kein Geld!”.”

Ich: “Und das in der heutigen Zeit, wo doch überall Toleranz für Homosexualität angepriesen wird, aber oftmals ist es dann leider doch nicht so.”

Matthias: “Ja, aber sobald es um Geld geht, dann sieht man die harte Wirklichkeit. Deswegen sage ich, durch den Weg, durch den ich gehe, habe ich es auch extrem schwer. Sowohl darin sich einen Markt zu schaffen als auch zu etablieren. Und aufgrund der Übersättigung des Marktes finanzieren sich die Wenigsten selbst, nicht mal die ganz Großen. Überall sind Sponsoren dabei, was ja auch gut ist. Es ist ja auch Kultur und Kunst. In anderen Ländern existiert dort viel mehr Unterstützung. Selbst die Disskussion, ob das Zelt zur Fashion Week nicht lieber nicht am Brandenburger Tor sein sollte, da frage ich mich, wie beschränkt man als Politiker sein kann. Wenn man sich Paris anguckt, wo alle Shows am Louvre oder am Eiffelturm sind, aber hier in Deutschland haben wir keine Lobby für eigene Labels. Da ist man auf sich alleine gestellt.”

Ich: “Gab es explizit bei Facebook Probleme?”

Matthias: “Ja, das gab es schon. Mir wurde schon angedroht, dass mein Profil gelöscht wird. Dabei wurde das durch Fotos angestoßen, die eigentlich schon lange auf meiner Seite waren, aber von einem Model auf dessen Seite neu gepostet wurden und danach von Facebook dagegen angegangen wurde.”

 

Ich: “Eigentlich ja Schwachsinn, da es sich hierbei um Kunst handelt und doch kaum etwas sichtbar ist.”

Matthias: “Absolut. Das rechte Foto hat den Stein zum Anstoß gebracht.”

Fotos Wand Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Man Strip Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Ich: “Ich habe oft ein bestimmtes männliches Model auf deinen Bildern gesehen. Ist das deine Muse?”

Matthias: “Genau so ist es. Ich habe von meinem Atelier ja auch immer als Musentempel gesprochen. Das ist natürlich auch alles phasenweise und hängt vom Lebensabschnitt ab. Im besten Fall bedient eine Muse alles, auch das Privatleben. Das Glück hatte ich leider noch nicht. Aber es entstehen schon enge, freundschaftliche Beziehungen und auch intime, nicht sexuelle Beziehungen. Man kennt sich und weiß auch wie man sich anfühlt.

Bei den weiblichen sowie männlichen Modellen sind das immer besondere Beziehungen. Es geht mir nie nur darum dort ein hübsches Gesicht hinzustellen, sondern das sind immer auch Biografien und Persönlichkeiten, die mich beeindrucken, bewegen und mir etwas geben. Und die mir auch etwas bedeuten. Es gab auch mal einen Artisten, der mich mit jeder Bewegung inspiriert hat, weil er genau das ausgedrückt hat, was ich auch ausdrücken wollte. Wenn du jetzt sagst, dort gab es einen, ich würde sagen es gab sogar drei in den letzten drei Jahren, die so etwas wie Hauptmusen waren.

Das waren Max und Moritz. Max war die letzten Jahre am präsentisten und hat mich auch am meisten zu Shows begleitet und Moritz war der Artist. Und davor gab es Damiano, der angefangen hat die Hüftcolliers auch im Fernsehen zu tragen und zu promoten.”

Bilder Spiegel Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Ich: “Wo hat Damiano die Hüftcolliers im Fernsehen getragen?”

Matthias: “Das fing an, als ich sie rausgebracht habe. Ich präsentierte am 11.11.2011 anlässlich eines Events in Berlin das Hüftcollier. Dort waren Hessenreporter, die das ganze aufgegriffen haben sowie die Bildzeitung und daraufhin auch andere Medien. Letztens wurde das Hüftcollier auf Sat.1 präsentiert. Aber ich habe auch Reportagen abgelehnt, wo bspw. das Hüftcollier vor dem Brandenburger Tor präsentiert werden sollte, weil sie nicht dazu gedacht sind auf der Straße Aufsehen zu erregen und das würde nur zu Verständnislosikeit führen. Ich mache Club Wear und da passt es auch.”

Ich: “Die meisten verbinden den Namen Matthias Maus oder MBrilliant mit Herrenmode und die wunderschöne Damenmode, die du machst tritt in den Hintergrund. Nimmst du das auch so wahr?”

Kleid Elegant Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Matthias: “Ja, das ist so. Ich hatte es mir immer vorgenommen, den Mann für beide Geschlechter als Lustobjekt darzustellen. Ich wollte nie als der Designer für Schwule gelten. Das ist mir ganz wichtig, dass ich da nicht in eine Schublade komme.”

Ich: “Ja, die Menschen und besonders die Medien denken noch sehr in Klischees und das ist in jedem Bereich so.”

Matthias: “Ja und genau da bin ich derjenige, der daran rütteln will und das Bewusstsein wecken will.”

Ich: “Erzähl unseren Lesern doch bitte einmal, was der Hintergrund deiner letzten Fashion Show war.”

Matthias: “Vordergründig natürlich immer die Emanzipation und das Aufbrechen von Grenzen, aber hintergründig war die Show dazu gedacht, dass ich die von Ehrenmorden bedrohten Männern gedenken wollte. Keiner weiß, dass 30% aller Ehrenmorde an Männern verübt werden, weil sie sich selbst dagegen wehrten einen Ehrenmord zu begehen, homosexuell waren oder man den Verdacht darauf äußerte, und es gibt keine Anlaufstelle dafür. Ich habe das aus persönlichen Erfahrungen mitbekommen, da ein 26-jähriger Junge sich nach einem Fernsehauftritt in mich verliebt hatte und mir über Facebook sagte, dass er trotz Homosexualität zu einer Ehe und zwei Kindern gezwungen wurde, da seine Familie dies so wollte. Er sagte mir, dass wenn er mich besuchen würde, wir Beide in Gefahr wären. Da habe ich gedacht, dass es nicht sein kann, dass es in diesem Land so etwas gibt. Nach längerer Recherche habe ich im weißen Ring einen Ansprechpartner gefunden. Es ist keine Organisation nur für diesen Bereich tätig. Anders bspw. wie Frauenhäuser für Frauen. Und ich fand es schlimm, dass es dafür keine Anlaufstelle gab. Dem jungen Mann konnte der weiße Ring helfen.”

Ich: “Das Thema Ehrenmorde unter Männern wird auch wenig in den Medien thematisiert.”

Matthias: “Absolut. Und dabei gibt es ganz schlimme Beispiele, was Männern dabei passiert. Ich habe in meinem Umfeld schon drei bis vier Mal davon gehört.”

Ich: “Du sprachst vorhin an, dass du mit viel Widerstand zu kämpfen hast. Gab es schon mal ein Model, dass sich nicht zugetraut hat deine Mode zu präsentieren?” 

Matthias: “Nein, zum Glück. Ich arbeite auch mit sehr renommierten Models zusammen und z.B. fragt mich Markus Kenzie zu jeder Show, was mir lieber ist, ob er mitläuft oder sich die Show als Zuschauer ansieht. Und da gibt es auch noch andere, die da gerne bereit sind mitzumachen. Aber auch die Hairstylisten und Make-Up-Artisten, da habe ich sehr großes Glück und da ist auch das Verständnis da. Da bin ich ganz glücklich, dass das so funktioniert, wie es funktioniert, sonst könnte ich das auch gar nicht machen. Außer bei den Hüftcolliers. Da ist es schwierig das richtige Model zu finden. Ich möchte da keinen Pornostar, nicht, weil ich dagegen etwas habe, das muss es auch geben, aber ich mag am Liebsten den Chorknaben im Hüftcollier. Ich mag eben diese Mischung aus verrucht, unschuldig und verletzt. Wenn jemand Pornodarsteller ist, ist er zu routiniert, da ist keine Scham. Das muss schon jemand sein, der ein wenig schüchtern ist und mit diesem Schritt Grenzen übertritt und das ist das was für mich interessant ist.”

Haube Design Mütze Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Ich: “Fertigst du deine Mode selbst oder lässt du die nach deinen Vorgaben fertigen?”

Matthias: “Stickereien lasse ich in Indien fertigen. Auch für die Fremdproduktionen von Wolfgang Joop, Thomas Rath oder Wunderkind, für die ich arbeite, da ich in diesem Bereich Spezialist bin, alleine schon aufgrund meiner Vergangenheit. Und ich fertige Skizzen selbst an, wo die Vorder- und Rückseite zu sehen ist und auch Stoffentwürfe fertige ich sowie die Schnitte. Wenn ein Entwurf sehr schwierig ist, nähe ich ihn sogar selbst vor. Aber die gängigen Sachen lasse ich schon von einer Musterschneiderin nähen.”

Ich: “Du hast gerade deine Skizzen angesprochen. Wie lange hat es gedauert, bis du dich darin eingearbeitet hattest oder hast du das gelernt? Oder würdest du es als eine Gabe bezeichnen?”

Matthias: “Alles. Schon früh habe ich die Schnitthefte aus den 40er, 50er und 60er Jahren vom Dachboden meiner Großmutter herausgekramt. Und die Figurinen haben mich mega inspiriert und habe die dann immer schon nachgezeichnet. Dann habe ich als Gasthörer Aktzeichnen an der Kunstschule belegt, um ein Gefühl für Proportionen zu bekommen. Und habe dann meine Ideen auch immer mit Zeichnungen in den letzten 15 Jahren präsentieren müssen. Da es aber immer schnell gehen muss, arbeite ich am liebsten mit Figurinen. Ich habe dann Vorsilhouetten und die ändern ich dann entsprechend nach. Natürlich kann man auch freihändig zeichnen, aber das erfordert natürlich, dass man fast ausschließlich zeichnet und dementsprechend in der Übung ist. Und da ich nur ein paar Tage zeichne und mich sonst um organisatorische Dinge, Schnitte etc. kümmere, ist das so besser.”

Ich: “Gerade hast du mir ja die Entwürfe der kommenden Fashion Week gezeigt. Wie weit bist du mit der Planung?”

Matthias: “Ob ich darauf jetzt eine ehrliche Antwort geben soll?! (lacht) Das kommt immer darauf an, wie gut man vernetzt ist, dann kann das alles sehr schnell gehen. Theoretisch ist jetzt der richtige Zeitpunkt die Zeichnungen in Schnitte umzusetzen.”

Ich: “Du hast eben angesprochen, dass es wichtig ist gut vernetzt zu sein. Hast du auch ein Team, mit dem du fest zusammenarbeitest?”

Matthias: “Ja, habe ich. Musterschneider, Musterateliers, die nach meinen Skizzen, Schnitten und Anweisungen wunderbar arbeiten. Und da bin ich 100%ig zufrieden. Diese fertigen auch Auftragsarbeiten für mich an.”

Krone Skulptur Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Ich: “Was muss man investieren, wenn man etwas aus deiner Kollektion erwerben möchte?”

Matthias: “Das geht schon unter 100 Euro los und geht bei einem Hüftcollier schon mal bis 1.500 Euro, da alles maßgefertigt ist.”

Ich: “Du stattest oft auch Prominente für den Red Carpet aus. Wen kannst du mir nennen?”

Matthias: “Keye Katcher hat sich über die Jahre bewährt. Ansonsten auch mal die Meise-Zwillige oder Frauke Ludowig, aber nicht regelmäßig.”

Ich: “Wo kann man deine Mode erwerben?”

Matthias: “Das kommt darauf an, was du erwerben willst. Damenmode bspw. in Nürnberg oder Graz in einem Geschäft, aber das ist dann auch abhängig von der Kollektion. Umfassend nur bei mir direkt. Dann am besten einen Termin im Showroom vereinbaren. Dazu mich am besten im Internet über meine Homepage kontaktieren. Aber auch im Fashionstore am Adenauer Platz sind in Berlin Stücke von mir zu erwerben.”

Ich: “Wie sieht es mit einem Onlineshop aus?”

Matthias: “Das ist immer mit sehr hohen Kosten verbunden, da alles dort vorproduziert werden muss und daher schwer kalkulierbar ist, daher schätze ich mehr dem persönlichen Kontakt. Da kann ich auch besser beraten.”

Ich: “Fertigst du auch nach Kundenwünschen Sonderanfertigungen an?”

Matthias: “Ja, das ist nur eine Frage des Preises. Habe ich auch schon oft gemacht – auch für Männer.”

Ich: “Wie hast du von eConcierge erfahren?”

Matthias: “Durch den persönlichen Kontakt mit Gerry. Der hat mir eine Karte gegeben, aber ich hab es vor heute irgendwie nie verstanden.”

Wohnzimmer Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Nach dem Interview nimmt Matthias sich noch viel Zeit für die Führung durch sein Atelier… Ein wahr gewordener Traum an wunderschönen Roben. Und viele Geschichten stecken in jedem Detail dieser Zimmer – von Fotos seiner Musen bis hin zu vielen einschneidenden Momenten und Entwürfen für die neue Show im Sommer. Ich habe exklusiv schon einen Blick auf die neue Kollektion geworfen… Auch wenn ich an dieser Stelle noch nichts verraten darf, so kann eins doch mit Sicherheit gesagt werden: Es wird wieder einmal grandios und man sollte es sich nicht entgehen lassen. Ich bin im Sommer natürlich wieder für euch dabei und berichte vom Laufsteg und Red Carpet. Natürlich standesgemäß im einem Outfit von Matthias.

Design Zimmer Matthias Maus MBrilliant Interview Nadine Trompka pic Photo Concierge Daniel Gossrau

Zuletzt geht mein Dank an Matthias. Vielen Dank für deine offenen Worte und das du mich an deinen Gedanken teilhaben lassen hast.

Jumping Fitness – das innovative Power-Workout aus Tschechien erobert Berlin und jetzt ganz Deutschland

Jumping Fitness überrollt mittlerweile ganz Deutschland und jeder Kurs ist so gut wie ausgebucht. Jumping Fitness hatte 2014 einen viel beachteten Markteinstieg. Das Erfolgsrezept von Jumping Fitness erklärt uns Geschäftsführer Jean-Pierre Ulrich im Interview mit Michaela Wirsich von iSpodBerlin.

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Interview Jean-Pierre Ulrich Jumping Fitness Michaela Wirsich Sport Concierge Blog

SportConcierge: Hallo Jean-Pierre, vielen Dank dass du dir heute Zeit für dieses Interview nimmst. Wie bist du überhaupt zu Jumping Fitness gekommen?

Jean-Pierre Ulrich: Das war eine komische Geschichte. Ein tschechischer Geschäftspartner zeigte mir im Juni 2013 ein Jumping-Video seiner Frau. Anfänglich habe ich es ein wenig belächelt, bis ich selber das Vergnügen hatte, an einem Kurs teilzunehmen. Ich war überrascht, wie „Mann“ die Intensität  einer solchen Stunde unterschätzt hat. Ich war auf jeden Fall sofort Feuer und Flamme und wollte ursprünglich nur den Trainerschein machen und in Berlin Kurse geben. Da Jumping Fitness bis dahin in Deutschland nicht vertreten war, bemühten wir uns um die Vertriebsrechte und legten los. Ich muss sagen, dass ich definitiv schon schlechtere Ideen hatte. Seit dem Start zur FIBO 2014 hat es Jumping mittlerweile in über 170 Fitnessstudios in ganz Deutschland geschafft und eine Abschwächung ist nicht absehbar.

SportConcierge: Wie sucht ihr nach neuen Jumping Fitness Standorten und wie viele gibt es mittlerweile nur in Berlin?

Jean-Pierre Ulrich: Ursprünglich haben wir uns „nur“ in Tanzstudios etc. eingemietet, die Tendenz geht jedoch mittlerweile zu Kooperationen mit Premium-Clubs, wie Holmes Place, Meridian Spa oder dem Centrovital in Spandau. Derzeit gibt es allein in Berlin 18 Standorte, an denen man Jumpen kann. 14 alleine von uns.

SportConcierge: Seit wann gibt es Jumping Fitness –Trampolinspringen als Trendsport in Deutschland? 

Jean-Pierre Ulrich: Seit September 2013. Der große Erfolg begann jedoch erst zur FIBO 2014 mit unserem parallelen Auftritt bei „Wetten dass..?“ sowie mit unserer Rolle im populären Musikvideo „Bigroom Blitz“ von SCOOTER.


SportConcierge: Ist es nun aus Tschechien oder aus den USA zu uns rüber geschwappt? 

Jean-Pierre Ulrich: Durch ein Youtube-Video, das mehrere Millionen Mal in der ganzen Welt verbreitet wurde, ist der Eindruck entstanden, dass Jumping Fitness ein Trend aus den USA ist. Richtig jedoch ist, dass Jumping aus der Tschechischen Republik kommt und dort schon seit vielen Jahren sehr populär ist.

SportConcierge: Erklär uns doch mal bitte den Hype um Jumping Fitness! 

Jean-Pierre Ulrich: Jumping passt einfach perfekt zum aktuellen Zeitgeist und verbindet den Wunsch vieler Menschen nach besserer Fitness mit jeder Menge Spaß. Hinzu kommen die sehr schnell sichtbaren positiven Veränderungen am eigenen Körper. Es gibt nicht viele Kursformate, bei denen das in diesem Maße zutrifft.

Hinzu kommt noch, dass Jumping fast für jeden geeignet ist. Da jeder Teilnehmer sein eignes Trampolin hat, kann auch jeder seine eigene Intensität bestimmen. So ist es möglich, dass Anfänger, Fortgeschrittene, junge und ältere Menschen an ein- und demselben Kurs teilnehmen können. Ohne qualitative Einbußen.

SportConcierge: Welche Altersgruppen findet man hauptsächlich in euren Trainingsstunden? Und für wen ist der Sport geeignet? 

Jean-Pierre Ulrich: In unseren Kursen sind fast alle Altersgruppen von 16 bis 70 vertreten. Derzeit  noch mit einem höheren Frauenanteil, jedoch entdecken immer mehr Männer und vor allem Fußball- und Eishockey-Vereine die positiven Effekte von Jumping Fitness.

SportConcierge: Machen auch Männer mit oder finden die Jumping Fitness eher albern? 

Jean-Pierre Ulrich: Oft bringen Kursteilnehmerinnen Ihre Männer mit, die sie vorher belächelt haben… Ich versichere dir, das Lächeln hat maximal 10 Minuten vom Kurs angehalten ;-) Bei vielen bleibt es dann nicht bei diesem einmaligen Erlebnis, worüber ich mich sehr freue. Jumping ist weiß Gott keine alberne „Mädchenhüpferei“ auf dem Trampolin.

SportConcierge: Was sollten Anfänger beim Training beachten?

Jean-Pierre Ulrich: Ganz ruhig anfangen und nicht gleich versuchen von Beginn an mit der Intensität des Trainers mitzuhalten. Der Trainingseffekt ist zwar sehr wichtig, in erster Linie sollen die Kurse aber Spaß machen. Es hat also niemand etwas davon, sich in den ersten 15 Minuten komplett auszupowern. 

SportConcierge: Wie sieht der Trainingsablauf aus? Welche Muskelgruppen werden beansprucht?

Jean-Pierre Ulrich: Durch den stetigen Schwerkraftwechsel beim Jumping wird jede Zelle im Körper beansprucht und trainiert. Sehr schön ist, dass hierdurch die tieferen Muskelgruppen gestärkt werden, die sonst nur schwer zu trainieren sind. Jumping hat einen sehr positiven Einfluss auf Personen mit Rücken-oder Knieproblemen, da wir im Gegensatz zu anderen Kursformaten nicht nach oben springen, sondern den Oberkörper weitestgehend stabil halten und in die Matte reinarbeiten. Diese sehr geringe Belastung für den Rücken, verbunden mit dem Training, hat einen sehr positiven Einfluss auf den kompletten Organismus.

SportConcierge: Wie schnell sieht man erste Trainingserfolge?

Jean-Pierre Ulrich: Sehr schnell. Ich selber habe in 3 Monaten bei 2-3 Kursen pro Woche ca. 11 Kg. abgenommen, obwohl das nicht mein Primärziel war. Mittlerweile erreichen uns immer wieder Vorher/Nachher-fotos von Teilnehmern, die bis zu 35 kg. in 3-6 Monaten verloren haben. Hier war natürlich das Ausgangsgewicht höher als bei mir ;-)

SportConcierge: Wie oft sollte man Jumping Fitness in der Woche trainieren?  Jean – Pierre Ulrich: 2-3-mal ist zu empfehlen, die ersten Erfolge sind schon bereits nach 4-6 Wochen sichtbar, bei 1-2 Kursen pro Woche sicht-und vor allem fühlbar.

 

SportConcierge: Wie wichtig ist das richtige Trampolin?

Jean-Pierre Ulrich: Unsere Geräte wurden speziell für Jumping Fitness entwickelt, da wir eine straffere Federung  benötigen, um die teilweise hohen Geschwindigkeiten während der Sprints überhaupt umsetzen zu können. Hinzu kommt die sehr wichtige Haltestange. Diese ist kein „Motorradlenker“, an dem man sich festhält, sie dient vielmehr der Fixierung um die Schritte sauber und optimal für den Körper umsetzen zu können. Darüber hinaus ist sie psychologisch ein sehr wichtiges Backup. Ich selber merke, dass ich ohne diese Stange wesentlich gehemmter trainiere als mit Stange.

SportConcierge: Was sollte man zum Training mitbringen?  

Jean-Pierre Ulrich: Jumping Fitness darf nur mit Sportschuhen betrieben werden, um zum einen die Fußgelenke zu stabilisieren und zum anderen einem Ausrutschen entgegenzuwirken. Ansonsten reicht ein Handtuch, leichte Sportbekleidung und viel, viel Wasser um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

SportConcierge: Jean Pierre, wie hältst du dich selbst fit?

Jean-Pierre Ulrich: So oft ich kann mit Jumping, ich muss jedoch gestehen, dass sich der Erfolg und der damit verbundene zeitliche Einsatz ein wenig in meinem Gewicht bemerkbar gemacht haben.

Vielen Dank Jean – Pierre , für das umfangreiche und nette Interview…

Seid sportlich – bis bald eure SportConcierge Michaela … und natürlich könnt ihr auch alle Jumping Fitness Kurse via ispodberlin buchen.

Denkmalschutz Immobilien in Berlin – Rolf Butschkat informiert zu Vorteilen und Herausforderungen als Immobilienanlage

Apr
27
10:00

Dankmalschutz ist ein gesellschaftliches Gut. Geschichte und Tradition spiegeln sich in den hundert Jahre alten Immobilien. Zur Zeit des Immobilien-Booms nicht nur in Berlin, werden Finanzierungen immer interessanter. Es gibt Vorteile sowie formale Bedingungen, welche eine Denkmal geschützte Immobilie zur Herausforderung machen.

Vortrag zum Thema “Immobilien als Kapitalanlage” und Diskussionsrunde mit den anwesenden Bauträgern und Makler-Kollegen in unserem neuen Büro am Spandauer Damm 115, 14050 Berlin

Informationen Rolf Butschkat Facebook  Rolf Butschkat Xing  Rolf Butschkat LinkedIn  +49 171 2451429  OVB Butschkat  Rolf.Butschkat@e-concierge.de

Nach 1945 werden unsere noch vorhandenen Schmuckstücke gehütet. Nach ´89 sind in den neuen Bundesländern Millionen Abschreibungs-Förderungen geflossen. So war es der Politik immer ein Anliegen Kapital in unser Geschichtsgut zu lenken. Wir sind ja ehrlich, es erfreut uns auch. Sanierte, tolle wieder hergestellte Ruinen. Sie erzählen uns schon beim ersten Anblick ihre Geschichte.

Es gibt die typische Altbau-Immobilie, das Gut auf dem Land oder sogar ganze Schlösser in Deutschland. Ein oder zwei Burgen wurden auch liebevoll von den Besitzern wieder baulich saniert und optisch glanzvoll herausgeputzt. Dazu gibt es in Berlin den deutschen Beitrag zu den European Heritage Days: “Tag des offenen Denkmals”

 

Am 13. September 2015 öffnen in Berlin die Denkmäler ihre sanierten Pforten. Dieses Jahr ist das Motto: “Handwerk, Technik, Industrie.” Damit wird klar gemacht, dass nicht nur unsere Gotteshäuser unsere Bau-Geschichte prägten. Nein es waren auch Industrie und Technik. Regionen wie Ruhrgebiet (bekannt als Ruhrpott), das Saarland und die Bergbaugebiete Sachsen und Thüringen.

“Visitberlin” zeigt auf ihrer interantional bekannten Plattform den “Tag des offenen Denkmals

Berlin Tag offenen Denkmals 2015 visitBerlin

Auch Berlin stellt sich dieser Herausforderung. Alte wundervolle Fabrikgelände können urban umgewandelt werden. Ganz aktuell und politisch brisant der Verkauf des Dragoner-Areal. Zwischen Mehringdamm und Oberntrautstrasse befindet sich neben Curry 36 und dem Berliner Gemüse Döner eines aus dem 19. Jahrhundert entstandenen Garde-Dragoner-Kaserne. Noch gibt es original Pferdestelle und Reithallen. Da ist es die Aufgabe der Politik schonend und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Auch die BVG bietet zu diesem Tag eine besondere Sonderfahrt – mit einem historischen restaurierten U-Bahnzug durch die Unterwelt Berlins.

Nicht nur für Touristen oder Besucher – es ist auch interessant für “Macher” – welche sich mit der Finanzierung eines Altbaus beschäftigen. Die Planung, Umsetzung und nicht letztlich die Finanzierung. Nehmen sie teil: Vortrag zum Thema “Immobilien als Kapitalanlage” und Diskussionsrunde mit den anwesenden Bauträgern und Makler-Kollegen in unserem neuen Büro am Spandauer Damm 115, 14050 Berlin

Die Teilnehmer-Plätze sind begrenzt. Bitte um eine verbindliche Anmeldung mit Ihren Kontaktdaten an butschkat@ovb.de

Rolf Butschkat, Landesdirektor für die OVB